Wie man es auch dreht und wendet, es ist nicht damit getan, irgend ein kleines Problem herauszupicken (beispiel Individualverkehr auf den Strassen) und sich dann irgendwelche Lösungen auszudenken. Es benötigt Leute, welche komplexere Sachverhalte sehen und damit eher die Ursachen statt die Symptome bekämpfen können - aber solche qualifizierten Personen findet man in der Politik leider höchst selten.
Aber zum Thema Umverlagerung auf die Bahn: Es hat dort schon jetzt keinen Platz mehr. Das Wachstum ist schneller als der Ausbau der Bahninfrastruktur vorangetrieben werden kann, deshalb wird sich das auch nicht so bald ändern. Wo will man jetzt noch all die Autofahrer hinstecken? So oder so ist da keine Lösung machbar. Es sollte eher das Problem angegangen werden, DASS überhaupt die Leute die Strassen und Schienen verstopfen müssen.
Will ich in der Stadt arbeiten und auf dem ruhigen Land wohnen, dann verursache ich der Allgemeinheit hohe Kosten, da ich die öffentliche Infrastruktur zum Pendeln beanspruche. Nach dem Verursacherprinzip müsste man in diesem Fall auch für die Kosten aufkommen, aber das ist nicht der Fall. Umgekehrt müsste aber auch ein Verhältnis zwischen Arbeits- und Wohnzonen eingeführt werden, damit überhaupt ermöglicht wird, in der Nähe des Wohnorts zu arbeiten oder in der Nähe des Arbeitsorts zu wohnen. Eines der unzähligen Beispiele ist Schwyz. Da kann man wunderbar wohnen, aber nirgends arbeiten. Also ziehe ich entweder um, oder ich pendle. Beide Varianten sind nicht akzeptabel..