Château Mouton-Rothschild und andere 1er Cru classée der Jahrgänge 1992-2001 bewegen sich in der Preisspanne zwischen 100.- und 500.-, der Grossteil um 100.- und unter 200.-
Selbst ältere Château d' Yquem (der teuerste Sauternes) kostet in diesem Altersbereich unter 500.-/Flasche - was ich abgesehen davon krank finde
Habe gestern gerade einen 98er Ch.Pichon-Longueville Comtesse de Lalande, ein Super-Deuxième Cru, für rund 100.- probiert und muss sagen, dass der sein Geld bei WEITEM nicht wert war - da finde ich, dass jeder 20-25.- "teure" Kalifornier oder Australier oder Südafrikaner oder Chilene oder Argentinier wesentlich mehr bietet!.
Also 1'500-15'000.- sind reine Phantasiepreise. Auch 86er ist nicht unbedingt teurer und unter Umständen kann man denn bereits jetzt wegschütten, da ungeniessbar.
GaleP: gib mir mal den genauen Typ an, dann sage ich Dir, wann ich probieren komme - oder bringst ihn gleich bei uns vorbei, dann machen wir eine kleine Degustation 
Wenn Du Deinem Vater eine Freude bereiten willst, dann würde ich in der Preisklasse bis ca. 50.- einen Kalifornier oder Australier der Hess-Gruppe (Hess Collection oder Lehmann/Stonewell) wählen - er wird mit grösster Wahrscheinlichkeit ausflippen, falls er nicht grad per Zufall Syrah oder Cabernet-Sauvignon verschmäht (aber ich kenne niemanden, der das tut) 
Südafrika hat auch einiges zu bieten, z.B. Glen Carlou oder einige Erzeuger in Stellebosch (z.B. Vriesenhof, Kallista)
Aber Frankreich und im Speziellen Bordeaux ist IMHO vom Preis/Leistungs-Verhältnis nach wie vor eine bare Katastrophe! 
Mit den Bewertungen kannst Du nicht viel anfangen - die sind sehr subjektiv und untereinander nicht vergleichbar. Ein Wein, der bei Parker 90 von 100 Punkten bekommt, kann beim WeinWisser 16 von 20 erhalten, das würde bei Parker (in der 100er-Teilung) aber eigentlich 80/100 entsprechen. Und mit Goldmedaillen kann man schon grad gar nichts anfangen - bei Weinmessen bekommt ca. 1/3 der Weine eine Goldmedaille, ein weiterer Drittel eine Silberne und der Rest eine bronzene 
Zudem werden die Weine bei der Verkostung oft gar nicht getrunken, sondern nur im Mund gehalten und dann ausgespuckt - da erreicht man natürlich nie dasselbe Erlebnis, wie wenn man ihn trinkt.
Und ein Wein, der 92 von 100 Points bekommt ist sicher ein guter Wein, d.h. von der kellermeisterischen Leistung her in Ordnung, kann jemandem aber trotzdem überhaupt nicht munden, weil die Traube(n) bzw. die Assemblage (die Traubenzusammensetzung) nicht stimmt/passt.