ich sagte ja nicht, dass der nicht gut sei, aber manchmal schadet's nicht, die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, und manchmal braucht's einfach auf einem bestimmten Gebiet sehr viel Erfahrung.
Mein Hund war im ersten Jahr ziemlich schlecht beieinander, hat schlecht gefressen und Gebährmutterentzündung, einfach ein ''Krücke'' ;(, normalerweise wäre der mehr oder weniger abgeschrieben worden.
Der Tierarzt, bei dem wir waren, ist sicher nicht schlecht, aber der hatte einfach zu wenig Erfahrung, als wir dann bei dem jetzigen waren (ist zwar 15 Minuten Fahrzeit) ging's ziemlich rassig bergauf und sie ist heute absolut toppfit, mache auch Agility mit ihr.
Vorletztes Jahr hatte sie Fieber, da hat er sofort auf Leptospirose untersuchen lassen und auch gefunden. Allerdings hat er die Blutprobe in der Tschechei untersuchen lassen, da er festgestellt hat, dass die Schweizerischen und Deutschen Labors keine Leptospiren finden, aber die tschechischen Kollegen, bei denen er vor 20 Jahren Untersuchungen zur Leptospirose bei Hunden geleitet hatte (er ist inzwischen über 70 Jahre alt und noch bestens ''zwäg''!) finden das Zeugs und dann konnte man entsprechend behandeln.
Er lässt regelmässig Blut auf Leptospiren untersuchen, aber eben in der Tschechei, und die finden jedes Jahr bei mehreren Dutzend Hunden schon nur aus seiner Praxis (!) Leptospiren.
Auf der Homepage des BVET kann man die in der Schweiz festgestellten Leptospirose-Fälle anschauen: beim Hund in den letzten Jahre kein einziger Fall! Das ist doch einfach ein Witz! Und wenn man Leptospirose nicht behandelt, entstehen Nierenschäden, aber wenn man's nicht weiss (weil man fälschlicherweise eine negative Laboranalyse bekommt, weil sie's nicht hinkriegen) dann behandelt man eben auch nicht richtig...
Von daher ist's eben manchmal nicht schlecht, wenn man (vielleicht auch nur aus Glück) auf den richtigen Spezialisten trifft.