Angestellt und Selbständig

  • Hoi Zäme


    Ich wollte mal wieder good old Tweakerforum um Rat fragen. Ich bin angestellt, 90%. Und ich habe die Erlaubnis für meine Selbständigkeit. Jetzt gabs da kürzlich eine Diskussion, da ein Kunde, der bereits wusste, dass ich mich selbständig gemacht habe, mich für einen Website Refresh angefragt hat. Mein Chef fand das - sagen wir mal, nicht so gut. Grundsätzlich bin ich sogar einverstanden, dass ich nicht mit meiner Firma hausieren gehe bei Kunden aus meinem Accounter-Job. Was mich ein wenig wurmt ist aber, dass wenn ich einen IT-Bedarf bei einem meiner eigenen Kunden hätte, würde man den natürlich mit Kusshand bedienen. Deshalb habe ich mich kürzlich gefragt, ob das überhaupt eine so Okay ist, dass ich da ein negatives Feedback erhalte von meinem Arbeitgeber, wenn ein Kunde zBsp. auf LinkedIn sieht, dass ich eine Firma mit nicht konkurrierenden Services habe, da aber Interesse hätte. Um der Story noch einen Augenroller mit zu geben: Wenn es dann drum geht, einen Kunden der Firma wo ich angestellt bin bei einer Entscheidung zu einem Websiteanbieter zu unterstützen, dann werde ich dann sehr gerne hinzugezogen. :D


    Ist alles nicht so tragisch. Sehe selber ein Konfliktpotential, wenn ich dann Kunden aus dem Portfolio meiner Anstellung in meiner Selbständigkeit berate. Ob die Kunden das dann trennen können und wollen - wohl kaum. Aber vielleicht war ja hier mal jemand in einer ähnlichen Lage. Meinungen sind auch willkommen.


    Gruess, Stefan

  • Hey Stefan, fette Zwickmühle.
    Mir gehts nicht anders, bin am Schaffe als Stromer aber habe genauso Kentnisse in Pc, Software Hardware, und Unterhaltungskommunikation.


    Bin 40 , habe Stromer gelernt und noch so viel mehr.
    Allerdings habe wir in unserer Installationsfirma halt nun mal eigene Bereiche.
    Sogenannt Elektro und IT.


    Ich könnte alles aus einer Hand bieten, aber darf nicht.
    Sollte ich den Vorschlag bringen mit 90 Prozent und 10 Prozent selbstständig hätten die ein Problem.


    Warscheinlich würden Sie mich köpfen wollen.


    Schon jetzt schreien alle nach mir, weil ich halt den Stromer lebe.


    Meine Kolleggen sehen es mehr als Verpflichtung , um den Lohn zu bekommen.


    Ich bin hier einfach in nem Dorf und hätte Angst mich selbstständig zu machen weil wir meine Firma jeden Stein in den Weg legen würde....


    Also, fette Zwickmühle, ich glaube soviel unterscheidet uns gar nicht.


    Das Problem ist glaub ich, wenn die Firma denkt ,man nimmt Ihr Aufträge weg.


    Man muss aber auch bedenken, das man in einer Firma einen festen Job hat und jeder für jeden schafft.


    Sollte das nebenbeiarbeiten grösser werden, muss es auch organisiert werden.......


    Und das kostest wieder Zeit und Aufwand, in der Kein Geld verdiene kann.


    Ich bin zu dem Entschluss gekommen, gerad solche Kunden, mit meinem
    En ga ge ment , wieder zu meiner Firma zu holen.


    Da entscheidet doch eher die Sicherheit eines festen Jobs.....


    Entschuldige die Rechtschreibfehler, hat mich gerad emotional hinreissen lassen, mit zu diskutieren......



    Stef

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  • Hallo Zusammen


    Die rechtliche Situation ist entweder im Arbeitsvertrag, oder im GAV geregelt wobei es meines Wissens nach kein generelles Berufsverbot gibt, solange man keine aktive Herangehensweise vorweisen kann. Wenn also Kundschaft freiwillig ohne Euer zutun zu Euch kommt, ist es zwar für den Arbeitgeber ärgerlich aber nicht grundsätzlich verboten sofern nicht geregelt.


    Sofern die Selbstständigkeit im Nebenerwerb von Eurem Arbeitgeber bewilligt oder geduldet wird und ihr hierbei nicht aktiv die Kundschaft aus dem Haupterwerb angeht und im Arbeitsvertrag keine Klausel oder Passus zu einem Berufsverbot vermerkt ist, sehe ich grundsätzlich kein Problem. Bei mir in der Finanz- und Versicherungsbranche wird dies hierbei vertraglich immer festgehalten, was erlaubt ist und was nicht. Was aber noch nicht bedeutet, dass es dann auch gültig ist.
    GAV falls vorhanden und Arbeitsvertrag regeln diese Verhältnis. Natürlich ist aber bei Fehlen von beidem meist Zoff mit dem Arbeitgeber vorprogrammiert.


    Ich persönlich würde die verschiedenen Möglichkeiten aber vertraglich zu Gunsten beider Parteien lösen wollen damit hier nichts im Raum steht und beide Seiten wissen was passieren darf und kann.

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  • Danke für eure Beiträge. Ist ein kleines KMU. Kein GAV und der Arbeitsvertrag deckt dies nicht ab. Es ist auch kein aktiver Konflikt vorhanden. Ich mache mir selber keinen wirklichen Gefallen, wenn ich an meinem Bürotisch im regulären Job arbeiten meiner eigenen Firma abwickle. Dann ist auch immer das Thema: Auch wenn es geregelt wäre durch einen Vertrag kann einem die zwischenmenschliche Spannung nur schaden. Aber es ist schon so, dass du als Angestellter in dieser Thematik recht schnell am kürzeren Hebel bist. Auch die Thematik 90 oder 80% Pensum. Meistens hast du deine Arbeit. Absolut egal ob du jetzt 90 oder 80% im Büro bist. Sie muss erledigt werden. Das schmälert deine Ressourcen um für dein eigenes Unternehmen zu arbeiten.

  • Meine Erfahrung zeigt, dass der Austausch diesbezüglich mit dem Arbeitgeber alles schnell viel einfacher machen kann bezüglich Pensum und der Selbstständigkeit im Nebenerwerb.

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