ZitatOriginal von Skoalman
Beispiel 1: Man hat einen Turbomotor, welcher zwischen 2000-4500min-1 ein konstantes Drehmoment von 400Nm hat. Das Getriebe ist so übersetzt, dass man im 2.Gang bei 2000Touren 40km/h erreicht! Nun beschleunigt man ohne zu schalten im 2. Gang bis 4500Touren, was 100km/h ergibt. Das Fahrzeug wiegt 1400kg.
Beispiel 2: Man hat einen hochdrehenden Saugmotor, welcher zwischen 4000-9000min-1 ein konstantes Drehmoment von 200Nm hat. Das Getriebe ist so übersetzt, dass man im 2.Gang bei 4000Touren 40km/h erreicht! Nun beschleunigt man ohne zu schalten im 2. Gang bis 9000Touren, was 100km/h ergibt. Das Fahrzeug wiegt 1400kg.
In beiden Beispielen hat man eine genau identische Beschleunigung!
Nur: es gibt KEINEN Saugmotor, der zwischen 4000 und 9000rpm ein Drehmomentplateau aufweist (siehe das gewellte Diagramm des ITR oder des S2000)! Solche Turbomotoren gibt's hingegen schon (siehe Beispiel unten) ![]()
Und 9000rpm ist absolut extremst. Und der S2000 hat sein Drehmomentmaximum erst bei 7500rpm, bei 4000rpm ist das noch weit davon entfernt.
ZitatOriginal von Skoalman
Sharky sagte korrekt, das die Beschleunigung nur vomRaddrehmoment abhängt! Das Raddrehmoment ist jedoch ein vom Getriebe bereits umgewandeltes Motordrehmoment! Ob ein Motor bei 8000min-1 200Nm oder bei 4000min-1 400Nm bringt, spielt keine Rolle! Wenn man den den hochdrehenden Motor doppelt so kurz übersetzt, so hat man bei beiden Varianten das selbe Raddrehmoment und die selbe Raddrehzahl!
Was jedoch viele auch nicht begreifen:
Innerhalb eines Ganges (nehmen wir mal als fiktives Beispiel den 3. Gang), beschleunigt jedes Fahrzeug bei der Drehzahl am stärksten, wo auch das maximale Motordrehmoment erreicht wird!
Genau - und da setzt eben nun der grosse Vorteil vom guten Turbomotor mit Drehmomentplateau über einen breiten Drehzahlbereich ein: ständig höchstmögliche Beschleunigung und nicht ein Ansteigen und wieder Absinken der Beschleunigung (leider grad kein grösseres Bild):